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Verantwortungsvolles Spielen
Praktische Hinweise für einen bewussten und begrenzten Umgang mit Glücksspiel.
1. Glücksspiel als Unterhaltung
Glücksspiel sollte als bezahlte Freizeitaktivität betrachtet werden und nicht als Möglichkeit, Einkommen zu erzielen, Schulden auszugleichen oder finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Spielergebnisse lassen sich nicht sicher vorhersagen und vergangene Ergebnisse bestimmen nicht, was als Nächstes geschieht.
Planen Sie einen Besuch deshalb so, wie Sie auch andere Freizeitaktivitäten planen würden: mit einem festen Zeitrahmen und einem Betrag, dessen vollständigen Verlust Sie finanziell verkraften können. Wenn das Spielen nicht mehr unterhaltsam wirkt oder Druck erzeugt, ist eine Pause sinnvoll.
2. Persönliches Budget festlegen
Legen Sie vor dem Besuch einen festen Betrag fest und entscheiden Sie im Voraus, dass dieser Betrag nicht überschritten wird. Verwenden Sie nur frei verfügbares Geld und niemals Mittel, die für Miete, Lebensmittel, Energie, Versicherungen, Kredite, Unterhalt oder andere notwendige Ausgaben vorgesehen sind.
Es kann helfen, das Freizeitbudget getrennt von anderen Ausgaben zu betrachten. Zusätzliche Geldabhebungen während des Spielens oder spontane Erhöhungen des gesetzten Rahmens machen es schwieriger, die eigenen Ausgaben realistisch einzuschätzen.
Wenn Sie merken, dass Sie regelmäßig mehr ausgeben als geplant, sollte dies als Signal verstanden werden, das Spielen zu unterbrechen und das eigene Verhalten kritisch zu prüfen.
3. Spielzeit begrenzen
Bestimmen Sie vor Beginn, wie lange Sie bleiben möchten. Legen Sie eine konkrete Endzeit fest und halten Sie diese unabhängig davon ein, ob Sie zuvor gewonnen oder verloren haben. Eine Uhr, ein Timer oder eine Erinnerung auf dem Smartphone kann dabei helfen.
Längeres Spielen kann die Wahrnehmung von Zeit und Ausgaben verändern. Planen Sie deshalb bewusst Pausen ein und verbinden Sie einen Besuch nicht mit dem Ziel, bis zu einem bestimmten finanziellen Ergebnis weiterzuspielen.
4. Verluste nicht verfolgen
Der Versuch, Verluste durch längeres Spielen oder höhere Einsätze unmittelbar zurückzugewinnen, kann dazu führen, dass ursprünglich gesetzte Grenzen überschritten werden. Ein vorheriger Verlust erhöht nicht die Sicherheit eines späteren Gewinns.
Wenn Ihr festgelegtes Budget erreicht ist, beenden Sie das Spielen. Verschieben Sie die Entscheidung nicht aufgrund der Erwartung, dass sich das Ergebnis noch ändern müsse. Das Einhalten einer vorher festgelegten Grenze ist ein wichtiger Bestandteil verantwortungsvollen Spielverhaltens.
5. Regelmäßige Pausen und bewusste Entscheidungen
Pausen schaffen Abstand und helfen, Zeit, Stimmung und Ausgaben realistischer einzuschätzen. Verlassen Sie zwischendurch den Spielbereich, trinken Sie etwas und prüfen Sie, ob Sie noch innerhalb Ihres geplanten Rahmens liegen.
Spielen Sie möglichst nicht, wenn Sie stark gestresst, traurig, wütend, übermüdet oder durch Alkohol beziehungsweise andere Substanzen beeinträchtigt sind. In solchen Situationen kann es schwieriger sein, vorher gesetzte Grenzen einzuhalten.
Glücksspiel sollte außerdem nicht genutzt werden, um Probleme, Konflikte oder unangenehme Gefühle dauerhaft zu verdrängen.
6. Warnsignale erkennen
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich nicht bei allen Menschen gleich. Veränderungen in Häufigkeit, Ausgaben, Gedanken oder Beziehungen können Hinweise darauf sein, dass Glücksspiel zunehmend belastend wird.
Mögliche Warnsignale sind:
- häufiger oder länger spielen als ursprünglich geplant;
- regelmäßig höhere Beträge einsetzen;
- versuchen, Verluste kurzfristig zurückzugewinnen;
- Geld für Glücksspiel verwenden, das für andere Verpflichtungen benötigt wird;
- Glücksspiel vor Familie, Partnern oder Freunden verbergen;
- häufig an das nächste Spielen oder an vergangene Ergebnisse denken;
- Unruhe oder Gereiztheit erleben, wenn nicht gespielt werden kann;
- Arbeit, Ausbildung, Familie oder soziale Kontakte wegen Glücksspiel vernachlässigen;
- Geld leihen oder finanzielle Verpflichtungen aufschieben, um weiterspielen zu können;
- Stress, Schuldgefühle oder Konflikte wegen des eigenen Spielverhaltens erleben.
Ein einzelnes Anzeichen beweist nicht automatisch eine Abhängigkeit. Mehrere wiederkehrende Warnsignale sind jedoch ein guter Grund, das Spielen zu unterbrechen und Unterstützung zu suchen.
7. Selbsteinschätzung
Eine ehrliche Selbsteinschätzung kann helfen, Gewohnheiten frühzeitig zu erkennen. Nehmen Sie sich Zeit und beantworten Sie die folgenden Fragen für sich selbst:
- Spiele ich länger oder mit höheren Beträgen als ich mir vorher vorgenommen habe?
- Habe ich mein persönliches Budget bereits mehrfach nachträglich erhöht?
- Versuche ich nach Verlusten weiterzuspielen, um das Geld schnell zurückzugewinnen?
- Denke ich häufig an Glücksspiel, obwohl ich gerade andere Dinge erledigen möchte?
- Verberge oder verharmlose ich gegenüber anderen, wie oft oder wie viel ich spiele?
- Haben sich wegen Glücksspiel Rechnungen, Schulden oder andere finanzielle Probleme ergeben?
- Leiden Beziehungen, Arbeit, Ausbildung oder Freizeitaktivitäten unter meinem Spielverhalten?
- Fällt es mir schwer, eine geplante Pause oder einen vollständigen Stopp einzuhalten?
Wenn Sie mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten oder sich bei Ihrem Spielverhalten unwohl fühlen, kann eine längere Pause und ein Gespräch mit einer spezialisierten Beratungsstelle sinnvoll sein.
8. Schutz persönlicher Grenzen
Schreiben Sie Ihre persönlichen Zeit- und Budgetgrenzen auf, bevor Sie einen Standort besuchen. Eine klare Entscheidung im Voraus ist leichter einzuhalten als eine spontane Entscheidung während des Spielens.
Besprechen Sie Ihre Grenzen gegebenenfalls mit einer vertrauten Person. Wenn Sie bereits Schwierigkeiten haben, Ausgaben oder Spielzeit zu kontrollieren, sollten Sie nicht versuchen, das Problem durch neue Strategien oder höhere Einsätze selbst zu lösen.
Auch eine freiwillige Unterbrechung oder der Verzicht auf Glücksspiel kann eine sinnvolle Entscheidung sein. Wenn zusätzliche Schutzmaßnahmen oder Sperrmöglichkeiten für Sie relevant sind, informieren Sie sich bei einer anerkannten Beratungsstelle oder über offizielle Stellen über die in Deutschland verfügbaren Möglichkeiten.
9. Hilfe suchen
Unterstützung kann sinnvoll sein, sobald Glücksspiel Stress verursacht, finanzielle Probleme verstärkt oder Beziehungen und Alltag beeinträchtigt. Es ist nicht notwendig, auf eine schwere Krise zu warten, bevor man Beratung in Anspruch nimmt.
In Deutschland gibt es spezialisierte Beratungsangebote für Menschen mit belastendem Glücksspielverhalten sowie für Angehörige. Geeignete Anlaufstellen können regional unterschiedlich sein. Sie können sich an eine anerkannte Suchtberatungsstelle, eine kommunale Beratungsstelle oder offizielle Informationsangebote der zuständigen Stellen wenden.
Eine Beratung kann dabei helfen, die eigene Situation einzuordnen, konkrete Schutzmaßnahmen zu planen und bei Bedarf weitere fachliche Unterstützung zu finden. SlotHausDE ersetzt keine medizinische, psychologische, finanzielle oder rechtliche Beratung.
10. Hinweise für Angehörige
Auch Angehörige können durch problematisches Glücksspiel belastet werden. Wenn Sie sich Sorgen um eine nahestehende Person machen, sprechen Sie das Verhalten ruhig und konkret an, ohne finanzielle Verluste auszugleichen oder Geheimhaltung zu unterstützen.
Beratungsstellen richten sich häufig nicht nur an spielende Personen, sondern auch an Partner, Familienmitglieder und andere nahestehende Menschen. Unterstützung kann helfen, Grenzen zu setzen und mit finanziellen oder emotionalen Belastungen umzugehen.
11. 18+ und Schutz von Minderjährigen
18+ Glücksspiel kann süchtig machen. Glücksspielangebote an unseren physischen Standorten sind ausschließlich für volljährige Personen bestimmt. Beim Zutritt können Alters- und Identitätskontrollen durchgeführt werden.
Minderjährige sollten keinen Zugang zu Glücksspielangeboten erhalten und nicht dazu angehalten werden, Einsätze, Geräte oder Spielabläufe für Erwachsene zu übernehmen. Die Altersabfrage auf dieser Website ist ein zusätzlicher Hinweis und ersetzt keine Kontrolle vor Ort.